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Stadt Zarrentin am Schaalsee

Die Gemeinden Bantin, Lassahn und Neuhof wurden aufgrund eines Fusionsvertrages mit Wirkung ab 13.06.2004 in die Stadt Zarrentin eingemeindet. Der Name der Stadt wurde mit gleichem Datum auf "Zarrentin am Schaalsee" geändert.

Die erste urkundliche Erwähnung Zarrentins stammt aus dem Jahre 1194, damals ein kleines Kirchdorf des Bistums Ratzeburg. Seit dem 13. Jahrhundert gehört Zarrentin zu Mecklenburg. Ort und Umland wurden jahrhundertelang vorwiegend von landwirtschaftlichen Betrieben geprägt. 1896 erhält Zarrentin einen Anschluß an die Eisenbahnlinie Hagenow-Land-Neumünster. In den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts entwickelt sich der Schaalseeort zu einem beliebten Luftkurort. 1938 erhält Zarrentin im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes Stadtrecht.

Nach dem zweiten Weltkrieg wird Zarrentin Grenzstadt. Durch die Abriegelung im Sperrgebiet der ehemaligen DDR gelegen, kann sich Zarrentin nicht weiter entwickeln. Neben der fehlenden wirtschaftlichen Entwicklung hat auch der Tourismus bis zur Grenzöffnung keine Bedeutung. Erst die Wiedervereinigung bewirkt einen Entwicklungsschub. Das von der letzten DDR-Regierung beschlossene Großschutzgebiet "Naturpark Schaalsee" bildet die Grundlage, daß Zarrentin mit seinen nahezu unberührten Naturgebieten am Schaalsee heute ein attraktives Naherholungsgebiet anbieten kann. Idyllische Wanderwege am Schaalseeufer bieten Besuchern Erholung.

Das Pahlhuus am Schaalsee

- Sitz des Amtes für das Biosphärenreservat Schaalsee -

Im Jahr 2000 wurde das Biosphärenreservat Schaalsee durch die Weltorganisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) als internationales Biosphärenreservat anerkannt. Das Kernstück des 309 km2 großen Schutzgebietes bildet der 24 km2 große Schaalsee, der mit 72 m tiefste See Norddeutschlands, aber auch die biotop- und artenreiche Landschaft um den Schaalsee macht das Gebiet so einmalig. Das Biosphärenreservat Schaalsee repräsentiert als Landschaftstyp den zentralen Bereich des „Baltischen Buchenwaldes.“
Am südlichsten Zipfel des Schaalsees gelegen, befindet sich das Pahlhuus, das als eine Einrichtung des Landes Mecklenburg Vorpommern den Sitz des Amtes für das Biosphärenreservat Schaalsee beherbergt. Es ist Verwaltung und gleichzeitig zuständige Untere Naturschutzbehörde für das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee.
Auf 150 m2 Fläche bietet das Pahlhuus eine moderne Ausstellung über das Schutzgebiete und ein multimediales Informationssystem. Auf dem Außengelände erwarten den Besucher u. a. ein Steinerlebnispfad und in unmittelbarer Nähe der Moorpfad, der seltene Einblicke in einen sensiblen Lebensraum ermöglicht.

Über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt sind die Schaalsee-Edelmaränen aus dem mit über 71 m tiefsten Klarwassersee Norddeutschlands. Die Maränen finden sich auch im Wappen der Stadt wieder.