Gemeinde Lüttow-Valluhn
Mit Wirkung ab 13.06.2004 haben sich die beiden Gemeinden Lüttow und Valluhn zur neuen Gemeinde Lüttow-Valluhn zusammengeschlossen.
Ortsteil Valluhn
Wie die umliegenden Gemeinden, so wird auch Valluhn Mitte des 13. Jahrhunderts erstmalig urkundlich erwähnt. Herzoge und Grafen lieferten sich Kriege und über Raubzüge, Kauf, Verkauf, Pfändung und Lehen wechselten die Herren über Land und Leute. Nacheinander dominierten in der durch Landwirtschaft geprägten Gemeinde Leibeigenschaft, freie Bauern, Zwangskollektivierung und wieder freie Bauern.
Mit seinen 291 Einwohnern war Valluhn bis zur Gemeindefusion mit Lüttow die kleinste Gemeinde des Amtes Zarrentin. An der ehemaligen B 195 und nahe der BAB 24 gelegen, stellte Valluhn, wie die Gemeinde Gallin und der Landkreis, Flächen für das Transportgewerbegebiet (TGG) Valluhn/Gallin, dem MEGA-Park als Mecklenburg-Vorpommerns größtem neugeschaffenen Gewerbegebiet, zur Verfügung. In diesem einmal 3.500 - 4.000 Arbeitsplätze zählenden Park haben viele Valluhner eine Arbeit gefunden.
Im Zuge des Bauens der Abwasserleitung vom Klärwerk Zarrentin zum TGG Valluhn/Gallin wurde die Ortsverbindung zwischen Valluhn und Lüttow saniert.
Ortsteil Lüttow
Der Ort Lüttow wird 1230 im Ratzeburger Zehntenregister unter dem Namen „Luttekowe“ erstmalig urkundlich genannt. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs und bedeutet soviel wie „Ort des Lutik“ (vermutlich ein slawischer Adliger). Nach dem Kaiserbederegister zählte Lüttow 1496 etwa 35 Einwohner. Im Jahre 1894 existierten im Dorf zwölf Bauernhöfe, zwölf Büdnereien und zwölf Häuslereien, die Zahl der Einwohner war auf 246 gestiegen. Die Häusler übten neben der kleinen Landwirtschaft meist ein Handwerk aus. Genannt werden Schmied, Leineweber, Schneider und Rademacher.
Am 5. Juni 1999 weihten die Lüttower Bürger ihr neues Gemeindezentrum mit Feuerwehrgerätehaus ein. Traditionell wird jedes Jahr in Lüttow das Blütenfest gefeiert.