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Steven Hufnagel

Tel. 03883/6107-45

steven.hufnagel[at]amt-hagenow-land.de

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FAQ

Was ist eigentlich Breitband?

Warum ist Breitbandtechnik notwendig?

Was verbirgt sich hinter der Breitbandstrategie?  Was unternimmt das Amt und Ihre Gemeinde?

Was ist LTE und was verbirgt sich dahinter?

Muss ich mich am Breitbandausbau finanziell beteiligen, wenn ich davon profitieren will?

Was kostet mich ein schneller Internetzugang?

Warum hat sich in meinem Wohnort in Sachen Breitband noch nichts getan?

Wer entscheidet darüber, welche Technologie in der Gemeinde zum Einsatz kommt?

Freie Anbieterwahl bei DSL-Netzen

Wirkt sich eine funkbasierte Breitbandlösung gefährlich für die Gesundheit aus?

Sind die Bürger oder die Gemeinde vertraglich an der Breitbandlösung gebunden?

 

Was ist eigentlich Breitband?


Zunächst: Es geht um den schnellen Zugang zum Internet

Der Begriff Breitband bedeutet die möglichst schnelle Übertragung von digitalen (Computer-) Daten über eine Kommunikationseinrichtung. Während man vor einigen Jahren mithilfe von analogen Modems Daten sehr langsam über die Telefonleitung schickte, nutzt man heute digitale Verfahren um die Kapazität der Telefonleitungen oder Funkverbindungen besser auszunutzen.

Ein passender Vergleich sind Straßen:

Über eine Autobahn mit 4 oder 6 Spuren können gleichzeitig mehr Autos fahren als auf einer Landstraße, die nur eine oder 2 Spuren bietet.

Übrigens:

Breitbandtechnolgie ist nichts neues: Wenn Sie abends vor dem Fernseher sitzen, dann schauen Sie auf - hoffentlich scharfe - Bilder, die nur deshalb möglich sind, weil die Signale breitbandig übertragen werden.

 

Warum ist Breitbandtechnik notwendig?


Kommunikation und vor allem Wirtschaften sind ohne das Internet heute definitiv nicht mehr denkbar. Schon jetzt sind viele Produkte und besonders Dienstleistungen ohne das Internet gar nicht mehr möglich.

Dasselbe gilt leider auch für die notwendige Geschwindigkeit, um auf diese Produkte und Dienstleistungen zugreifen zu können. Unternehmen und immer mehr auch der private Haushalt sind daher auf einen günstigen und schnellen Internetzugang angewiesen. Das kann aber nur die Breitbandtechnologie gewährleisten!

 

Was verbirgt sich hinter der Breitbandstrategie?  Was unternimmt das Amt und Ihre Gemeinde?


Leider gibt es rein technisch für einige Teile unseres Amtes keine Möglichkeit für diesen schnellen Internetzugang. Daher bemühen sich Ihre Bürgermeister und Gemeindevertreter darum, diesen Nachteil zu beseitigen. Sie suchen nach Unternehmen, die bereit sind, die vorhandene Infrastruktur (z.B. Telefonnetz) breitbandfähig zu machen.

Für diesen kostenintensiven Infrastruktur-Ausbau stellt die Bundesregierung bis 2013 erhebliche finanzielle Mittel bereit. Ziel ist es, allen Haushalten in Deutschland möglichst schnell einen Internet-Zugang mit einer Geschwindigkeit (Bandbreite) von mindestens 2 MBit/s bereitzustellen.

Um dieses Ziel zu erreichen, versucht Ihre Gemeinde die entsprechenden Unternehmen zu finden und - sofern nötig - mithilfe von finanziellen Anreizen (Fördermittel) zu einer Investition in die Breitbandversorgung zu bewegen.

Aber:

Vergessen Sie bitte nicht, dass Ihr Bürgermeister diese Anstrengungen eigentlich freiwillig unternimmt. Niemand ist verpflichtet, Ihnen diesen schnellen Internetzugang bereitzustellen!

 

Was ist LTE und was verbirgt sich dahinter?


LTE (Long Term Evolution) ist ein neuer Mobilfunkübertragungsstandard, der Frequenzen nutzt, die kürzlich durch die Abschaltung des analogen terrestrischen Fernsehfunks frei gewordenen sind ("Digitale Dividende"). Im Rahmen einer Versteigerung sicherten sich die 4 größten Mobilfunkbetreiber gegen Zahlung von einigen Milliarden Euro die entsprechenden Lizenzen zur deren Nutzung. 

Als Ergänzung zum bekannten UMTS-Standard ermöglicht LTE wesentlich höhere Datenübertragungsraten bzw. -kapazitäten (10 bis 30 MBit/s) und sehr viel größere Reichweiten (10 km). Und anders als seinerzeit bei UMTS sind die Anbieter hier verpflichtet, zunächst die schlecht versorgten ländlichen Regionen in Deutschland mit dieser neuen und schnellen Internet-Zugangstechnologie zu versorgen.

Auch in unserem Amtsbereich werden bereits im Frühjahr 2011 die ersten Funkmasten mit LTE-Technik ausgerüstet. Damit könnte ein stabiler und schneller Internetzugang auch in Ihrer Gemeinde schon in naher Zukunft Realität werden.

Wir werden Sie mit weiteren Informationen versorgen, sobald uns konkretere Aussagen zum LTE-Ausbau in unserem Amtsbereich vorliegen.

 

Muss ich mich am Breitbandausbau finanziell beteiligen, wenn ich davon profitieren will?


Nein. In der Regel werden die Investitions-Kosten vollständig vom Anbieter, der Gemeinde und durch Fördermittel gedeckt. Dennoch können Kosten entstehen, wenn Sie sich einen Internetanschluss einrichten lassen. Das hängt jedoch von den Tarifbedingungen des Anbieters ab und hat mit dem Ausbau der Breitbandinfrastruktur nichts zu tun.

 

Was kostet mich ein schneller Internetzugang?


Auch diese Frage kann man nicht pauschla beantworten. Welche Kosten Ihnen einmalig und monatlich enstehen, hängt von den Tarifbedingungen des Anbieters ab. So bietet z.B. die Deutsche Telekom AG meist dieselben Konditionen, die deutschlandweit gelten.

Andere Lösungen (z.B. Funk) können dagegen im Preis regional variieren, da der jeweilige Anbieter seine Kosten decken muss. Hier gilt meist: Je weniger Kundenpotenzial oder je höher die Ausbauinvestion, umso höher ist der einzelne Anschlusspreis.

 

Warum hat sich in meinem Wohnort in Sachen Breitband noch nichts getan?


Zunächst ist das natürlich abhängig vom derzeitigen Ausbauzustand. Besteht für den Großteil der Haushalte technisch die Möglichkeit, einen Zugang mit mindesten 2 MBit/s zu bekommen, dann gilt Ihr Wohnort im Rahmen der Förderprogramme nicht als "unterversorgt". Damit ist es Ihrem Bürgermeister nicht möglich, Fördermitteln für eine Investition in ein noch schnelleres Netz zu erhalten. Hier entscheidet also allein das Nachfragepotenzial und die sich daraus ergebene Wirtschaftlichkeit einer Investition durch einen Telekommunikationsanbieter.

Ist Ihr Wohnort "unterversorgt" und dennoch tut sich nichts? Dann sollten Sie Ihre Gemeindevertretung ansprechen oder sich bei dem Verantwortlichen für Breitbandförderung in der Amtsverwaltung informieren. Schauen Sie jedoch zunächst einmal nach, ob Sie Ihren Wohnort nicht schon bereits unter den aktuellen Projekten wiederfinden.

 

Wer entscheidet darüber, welche Technologie in der Gemeinde zum Einsatz kommt?


Einem geförderten Breitbandausbau geht normalerweise ja ein bestimmter Ablauf voraus. Dieser wird bestimmt durch die Fördermittelrichtlinien. Und ein wichtiger Teil dieses Ablaufes ist das Auswahlverfahren, an dem sich die Telekommunikationsanbieter beteiligen können.

Grundsätzlich gilt: Es kommt die günstigste Lösung zum Einsatz, sofern diese die Mindestanforderungen (mindestens 2 MBit/s) an die Netzqualität erfüllt. So kann es also durchaus sein, dass trotz eines vorliegenden Angebotes für die Schaffung von kabelgebundenen DSL-Anschlüssen mit 16 MBit/s eher eine funkbasierte Lösung mit weniger Bandbreite zum Einsatz kommt.

Sie können auf jeden Fall davon ausgehen, dass eine Empfehlung für oder gegen eine Technologie gewissenhaft und technisch fundiert vom Zweckverband "Elektronische Verwaltung" gefällt wird. Das letzte Wort hat jedoch die Gemeindevertretung, sofern ihre Entscheidung nicht gegen die Förderrichtlinien verstößt.

 

Wirkt sich eine funkbasierte Breitbandlösung gefährlich für die Gesundheit aus?


Im Bereich der flächendeckenden funkbasierten Versorgung mit schnellen Datenanschlüssen, wird i.d.R. mit der sog. WiMAX-Technologie gearbeitet. Hier werden die Datenpakete über sehr kurze Funkwellen zwischen Endgerät und Basisstation übertragen. Die Frequenz liegt meist im Bereich um 5 GHz.

Um Mensch und Tier vor Einwirkungen von Funkstrahlen ausreichend zu schützen, gibt es seit Jahren restriktive Grenzwerte, die in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen festgeschrieben und laufend überprüft werden. Nun gibt es Funkquellen deren Immissionen so gering sind, dass sie von den einschlägigen Gesetzen/Verordnungen garnicht erfasst bzw. "gemeint" werden. Zu diesen Funkquellen gehören auch die im Bereich der Breitbandversorgung eingesetzten WiMAX-Antennen. Deren Immission beträgt i.d.R. weniger als ein Hundertstel der üblichen Grenzwerte.

Selbst die üblichen Handys, funkbasierte Haustelefone (DECT), Babyphones sowie vor allem UMTS strahlen um ein vielfaches mehr.

Bis dato gibt es nicht eine einzige Untersuchung oder Studie, die eine die Gesundheit schädigende Wirkung von solchen Antennen nachgewiesen hat. Allerdings gibt es naturgemäß zum jetzigen Zeitpunkt keine Langzeitstudie, die die tatsächlichen Wirkungen untersuchen oder eine Gesundheitsgefährung definitiv ausschließen kann. 

Weitere Informationen finden Sie hier (Acrobat Reader notwendig):

 

Sind die Bürger oder die Gemeinde vertraglich an der Breitbandlösung gebunden?


Nein! Der Ausbau und der Betrieb der zu schaffenden Infrastruktur erfolgen ausschließlich durch den jeweiligen Telekommunikationsanbieter. Er allein trägt das wirtschaftliche Risiko.

Das bedeutet natürlich auch, dass sich jeder frei entscheiden kann, bei wem und über welche Technologie er seinen Zugang zum Internet realisiert. Allerdings können Sie davon ausgehen, dass Sie zunächst keine andere Möglichkeit haben werden, woanders einen schnellen Anschluss zu bekommen, denn sonst wäre Ihr Wohnort ja nicht unterversorgt gewesen.

Sollten sich in Zukunft neue Zugangstechniken bieten (z.B. LTE), dann steht es jedem frei diese neue Technologie dann auch zu nutzen.