Redefin

         
   
  Einwohner 561 (31.12.2009)  
  Fläche 17,73 km2  
  Ortsteile Redefin  
       
       
  Gremien    
       
  Satzungsrecht    
       
  Kontakt: Redefin@amt-hagenow-land.de  

 

Das Pferd symbolisiert die Bedeutung des über die Landesgrenzen hinaus bekannten Gestüts für die Gemeinde. Der Schildfuß wurde aufgenommen, um Verwechslungsmöglichkeiten mit den zahlreichen ein Pferd im Wappen führenden jurstischen Personen auszuschließen. Diese Schildteilung und die Verwendung der Farben Rot und Gold stehen für die zeitweiligen Besitzer des Ortes Redefin, die Grafen von Schwerin, die neben anderen Varianten auch einen von Gold über Rot bzw. umgekehrt geteilten Schild als Wappen führten. Diese Besonderheiten der Gemeinde werden im Wappen des Ortes symbolisiert, dass in der heraldischen Fachsprache beschrieben wird: "In Rot über goldenem Schildfuß ein springendes goldenes Pferd mit aufgerichtetem Schweif." Der Entwurf stammt von Karl-Heinz Steinbruch, Schwerin Mit Grundsatzbeschluss vom 03. 05. 1998 sowie Annahmebeschluss vom 27. 05. 1998 nahm die Gemeindevertretung diesen Entwurf an. Der Innenminister erteilte die Genehmigung zur Führung am 24. November 1998. Die Übergabe erfolgte im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am 21.Januar 1999 durch den Landrat, Herrn Rolf Christiansen, an die Bürgermeisterin, Frau Roswitha Böbel.

 

  

Gemeindezentrum                                                  Kulturscheune

  

Portal Landgestüt           Foto: Witt                        Pferde gehören in Redefin zum Dorfbild

 

Geschichtliche Entwicklung Redefin 

Der kleine Ort Redefin, unmittelbar an der B 5 zwischen Boizenburg und Ludwigslust gele- gen, ist schon seit Anfang des 18. Jahrhunderts untrennbar mit der mecklenburgischen Pferde- zucht verbunden. Im Jahre 1812 erfolgte die Gründung des Landgestüts durch Herzog Friedrich Franz I .von Mecklenburg-Schwerin.
In einer ereignisreichen Zuchtgeschichte in der das Landgestüt die Mecklenburger Pferdezucht wesentlich geprägt, wird auch der Ort Redefin als kulturhistorisches Kleinod in der Region, in Deutschland und in der ganzen Welt bekannt.
Seit der Übernahme des Landgestüts durch das Land Mecklenburg- Vorpommern im Jahre 1993, wurde schon ein beachtlicher Teil der baulichen Substanz restauriert, dringende Verbesserungen an den Stallanlagen vorgenommen und als Hauptinvestition entstand eine herrliche Reithalle hinter dem Portal, dem Wahrzeichen des Gestüts. Zu den Hauptaufgaben des Landgestüts zählen die Bereitstellung von Landbeschälern, die Durchführung von Stuten- und Hengstleistungsprüfungen, die Ausbildung von Reitern und Fahrern in der Landes-Reit - und Fahrschule und die Berufsausbildung. Ein besonderer Höhepunkt sind auch die jährlich an 4 Sonntagen im September durchgeführten Hengstparaden. Die Gestütsanlage wurde von 1819-23 im klassizistischen Stil erbaut. Nach dem Motto "Tradition und Fortschritt" wird das Landgestüt Redefin auch im neuen Jahrtausend ein Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr in der "Griesen Gegend" sein.
Aber auch am Ort Redefin ging die Zeit nach der Wende nicht spurlos vorbei.
So wurde der Dorfplatz mit großem Aufwand an Kosten und Energie neu gestaltet, Straßen und Wege wurden mit neuen Belägen versehen, die Gemeinde wurde an die zentrale Erdgastrasse angeschlossen. 

Im Gemeindezentrum mit Feuerwehr, Kulturscheune und Backhaus finden alle Bereiche des Dorfes zusammen.