Gammelin

   
  Einwohner 480 (31.12.2009)  
  Fläche 15,62 km2  
  Ortsteile Gammelin, Bakendorf  
       
       
  Gremien    
       
  Satzungsrecht    
       
  Kontakt: Gammelin@amt-hagenow-land.de  

 

Im Wappen findet sich der Hopfen als redendes Symbol für den Ortsnamen. Es sind zwei Hopfendolden dargestellt als Hinweis auf die beiden Ortsteile Gammelin und Bakendorf. Das silberne Kreuz in Rot deutet auf die ehemalige Zugehörigkeit zum Bistum und der Grafschaft Ratzeburg. Das Kreuz selbst zeigt die Form eines kleeblättrigen Hochkreuzes und ist der gemauerten Kreuznische im Westgiebel der auf einer Anhöhe gelegenen gotischen Dorfkirche nachempfunden. Auf die spätere Zugehörigkeit Gammelins zur Grafschaft Schwerin weisen die Schildfarben Rot und Gold hin. Das Wappen des Ortes wird in der heraldischen Fachsprache wie folgt beschrieben: "Gespalten von Gold und Rot; vorn zwei grüne Hopfendolden übereinander; hinten ein silbernes Kleeblatthochkreuz.

Das Wappen Gammelins wurde vom Glaisiner Heraldiker Manfred Sturzenbecher entworfen. Die Gemeindevertretung entschied sich mit dem Grundsatzbeschluss vom 03. 12. 1996 , künftig ein Wappen zu führen. Mit Beschluss vom 30.01.1997 nahm die Gemeindevertretung einen Wappenentwurf
an, der jedoch mit Beschluss vom 10. 03.1997 und 03. Juli 1997 noch mal geringfügig geändert wurde. Der Innenminister erteilte die Genehmigung zur Führung dieses Gemeindewappens am 21.08.1997 .
Am 06.November 1997 wurde das Gemeindewappen durch den damaligen Amtsvorsteher, Herrn Bernhard Ritzmann, im Rahmen einer öffentlichen Feierstunde an die damalige Bürgermeisterin, Frau Gundula Spaete, übergeben.

 

 

  

Gemeindehaus                                                       Backhaus

  

Sport- und Festplatz Gammelin                             Dorfkirche Gammelin

Geschichtliche Entwicklung Gammelin 

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Gammelin erfolgte im Jahre 1219 in einem Zollerlass des Grafen zu Ratzeburg. Die Gemeinde Gammelin feierte aus diesem Grunde 1994 ihr 775-jähriges Jubiläum. Erst als Chemelin, dann Chamelin und schließlich Gammelin. Die Ortsbezeichnung Gammelin ist wendischen Ursprungs und bedeutet Hopfenart. Nach der ersten urkundlichen Erwähnung wechselt Gammelin sehr oft seine Besitzer. 1335 wird in den Unterlagen zum ersten Mal die Kirche in Gammelin erwähnt. Der 30-jährige Krieg brachte über das Dorf große Not. Aus dem Hof Gammelin und Dorf Gammelin wurden durch Erlass 1939 die Gemeinde Dorf Gammelin und analog aus dem Hof Bakendorf und Dorf Bakendorf die Gemeinde Bakendorf. 

Nach Beendigung des 2.Weltkrieges kamen Umsiedler und Vertriebene ins Dorf, die mit den landarmen Bauern im Rahmen der Bodenreform Land erhielten. In den 50er Jahren erfolgte die Zwangskollektivierung. 

 

 

Gammelin heute 

Gammelin und der Ortsteil Bakendorf präsentieren sich zwar als sehr moderene Gemeinde, doch auch alte Traditionen werden durch die Bewohner weitergeführt. Viel bürgerschaftliches Engagement und eine gute Bauplanung in der Gemeinde wurden 2004 mit dem Kreissieg "Unser Dorf soll soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft" und auf Bundesebene mit dem 2. Platz belohnt. 50 Gammeliner sind zum Empfang der Silbermedallie nach Berlin gefahren. Der damalige Bundespräsident Horst Köhler empfing den Bürgermeister Herrn Kebschull und seinen Stellvertreter Herrn Fuchs.

Ende der 90ziger Jahre wurde der schon einmal vor 30 Jahren gegründete Dorfclub erneut ins Leben gerufen. Über die Gemeindegrenzen hinaus ist dieser schon bekannt für die Organisation des kulturellen Lebens in der Gemeinde. so Gibt es z.B. ein Faschings- und ein Dorffest, ein Schlachtefest, einen Adventsmarkt und vieles mehr.

Eine enge Zusammenarbeit in der Gemeinde gibt es mit der örtlichen Grundschule, für deren Erhalt alle Gemeindemitglieder kämpfen und der Kirchgemeinde Gammelin-Warsow. Viele Aktivitäten werden gemeinsam geplant und durchgeführt, wie z.B. der Umbau des Backhauses im Jahr 2005. Bürgermeister und Pastorin begleiteten die Bauphase aktiv und laden gerne zum Brot backen in die Begegnungsstätte ein, für die Landwirtschaftsminister Till Backhaus die Patenschaft übernommen hat.

Im Dorf selber gibt es für Besucher viel zu  entdecken. Zum einen das Backhaus und die Kapelle in Bakendorf, in der zu Pfingsten Ausstellungen regionaler Künstler zu sehen sind. Aber auch der kleine Dorfpark in Gammelin lädt zum Verweilen ein. Viele bauliche Kleinode gibt es zu entdecken. Ein ganz besonderes Highlight ist außerdem der offene Garten von Familie Wilken.