Belsch
| Einwohner | 237 (31.12.2009) | |||
| Fläche | 22,46 km² | |||
| Ortsteile | Belsch, Ramm | |||
| Gremien | ||||
| Satzungsrecht | ||||
| Kontakt: | Belsch@amt-hagenow-land.de | |||
Die beiden Orte Belsch und Ramm der Gemeinde Belsch wurden in einer am 14. August 1363 in Wismar ausgefertigten Urkunde erstmals als "Beltzke" und "Ramme" erwähnt, als der Knappe Heinrich van der Hude dem Herzog Albrecht von Mecklenburg das halbe Schloss Redefin mit den dazu gehörigen Dörfern verkaufte (Mecklenburgisches Urkundenbuch Nr. 9187).
Das ritterschaftliche Bauerndorf Belsch gehörte bis zum dreißigjährigen Krieg ausschließlich den v. Pentz. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde aus den gelegten Höfen ein Meierhof mit Schäferei errichtet, der 1706 mit drei Bauernhöfen von der herzoglichen Kammer erworben wurde, die bis 1768 sukzessive das ganze Dorf für das Domanium gewann.
Auch Ramm war ursprünglich ein ritterschaftliches Dorf und wurde zwischen 1709 und 1760 vollständig zum Domanium gelegt.
Sowohl Belsch als auch Ramm waren seit dem Mittelalter durch Flugsandverwehungen bedroht. Raabe (Mecklenburgische Vaterlandskunde S. 529) führt zu Belsch unter anderem aus: "Die beweglichen Sandfelder dieser Gegend sollen, wenigstens früher, bei trockenen Stürmen die Luft zuweilen bis zu einer Höhe von 100 Fuß und darüber getrübt haben, sodass der Landmann durch Anpflanzung von Tannen seinen Acker vor Versandung schützen muss."
Diese Verwehungen führten im Falle von Ramm sogar dazu, dass das Nutzland der Felder und damit deren Ertrag immer weiter zurückgingen und das Dorf , das sogar eine eigene Kirche hatte, schließlich von seinen Bewohnern fast aufgegeben wurde. Ende des 16. Jahrhunderts waren von dem einst 14 Hufen umfassenden Ramm nur noch fünf Kassatenstellen übrig. Die v. Pentz errichteten auf der Ortslage eine Gutswirtschaft mit Schäferei und siedelten die verbliebenen Kossaten auf einem neuen Meierhof Ramm an, der vorübergehend den Namen Neuhof trug.
Der Untergang des Dorfes Ramm ist auch in verschiedenen Sagen Gegenstand der Volksüberlieferung geworden.
Da diese Verwehungen Besonderheiten der Orte Belsch und Ramm darstellen, wie sie sonst im ganzen Land nicht wieder anzutreffen sind, eignen sie sich besonders, im Wappen symbolisiert zu werden. Hier wird die Bedrohung der Bauernhöfe mittels eines gelben (Sand-)Berges vor einem bereits zum teil verdeckten Bauernhaus dargestellt.
Denkmal Ortsmitte Gemeindehaus
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Geschichtliche Entwicklung Belsch |
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Die urkundliche Ersterwähnung des Dorfes ist vom 14.08.1363 datiert. An diesem Tag verkaufte Heinrich von der Hude unter anderem den Ort Belsch an Herzog Albrecht. Die Gründung des Ortes geht jedoch weiter zurück. An dieser Stelle hatten sich die Wenden niedergelassen, aus deren Sprache sich auch der Ortsname entwickelte: Beltzke 1363, Beltze 1363, Beltz 1571. |
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