Vielank
Die Gemeinde Vielank besteht seit dem 13.06.2004 aus den Dörfern Vielank, Alt Jabel, Neu Jabel, Tewswoos, Hohen Woos, Laupin und Woosmer und liegt mitten in der „Griesen Gegend“. Mit einer Gesamtfläche von nunmehr 77,37 km² ist sie flächenmäßig die größte Gemeinde im Amtsbreich Dömitz-Malliß und mit ca. 1.500 Einwohnern liegt sie hier auf Rang 3 hinter Dömitz und Neu Kaliß.
Die ältesten Dörfer der Gemeinde, Alt Jabel und Hohen Woos, wurden 1291 erstmalig urkundlich erwähnt. Die Siedlung Woosmerhof wurde sogar schon 1277 erstmalig erwähnt. Hier handelte es sich um einen Gutshof mit Gutsflur.
Die erstgenannten Dörfer sind von dichten Kiefernwäldern umgeben und eine Idylle für Wanderer und Erholungssuchende. In der Gemeinde können Sie ausgiebige, wunderschöne Touren zu Fuß, per Fahrrad oder auch auf dem Rücken der Pferde unternehmen. Außerdem ist in diesem Gebiet auch eine herrliche Nordic Walking Strecke von ca. 10 km für Liebhaber dieser Trendsportart ausgeschildert.
In den Sommermonaten bietet das in der Gemeinde gelegene wunderschöne Waldbad ebenfalls Gelegenheit zur Entspannung und sorgt für viel Spaß nicht nur bei den Kindern. Durch seine Einmaligkeit lockt es jährlich viele Tausend Besucher an.
Einen bleibenden Eindruck aus der Geschichte der Region und zur Kirchengeschichte erhält man beim Besichtigen der gut erhaltenen Backsteinkirche aus dem Jahre 1908, der Ruine der Michaeliskirche mit Wendenwall sowie dem im Pfarrstall befindlichen „Lütt Museum“ in Alt Jabel.

Der Ort Woosmer, 1312 erstmalig unter dem Namen „Wozeme“ als ritterliches Lehn erwähnt, ist wendischen Ursprungs und bedeutet soviel wie Sumpfort. Woosmer ist ein sogenanntes Sackplatzdorf mit exzentrischer Ortsdurchfahrt mit jeweils giebelseitig angeordneten Häusern. Die zum Ort gehörende Mühle ist leider in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr vorhanden. Die Nähe der Rögnitz, die unmittelbar den Ort berührt, wie auch der Karpfenteich erweisen sich für Angelfreunde als wahres Paradies. Nicht nur Störche und Kraniche zeigen sich hier in ihrer Pracht, auch der seltene Schwarzstorch hat sich wieder angesiedelt.
Woosmer ist weit über die Ortgrenzen hinaus bekannt für die gute Jugend- und Kulturarbeit und hier insbesondere für den seit nunmehr 50 Jahren bestehenden Faslamclub. Wenn Woosmer Faslam feiert, steht alles andere hinten an. Bereits die Kindergartenkinder sind mit einem eigenen Programm bei der 5.Jahreszeit vertreten.

Aus Tewswoos liegen uns bisher keine Funde aus der vor- und frühgeschichtlichen Zeit vor. Die Ortschaft geht ihrem Ursprung nach 1456 auf ein Platz- und Angerdorf zurück. Etwa in der Dorfmitte, an der Straße am „Bauernring“, wird dies deutlich, wo größere, alte, landwirtschaftliche Gebäude angeordnet sind. Die landwirtschaftlich geprägten Dörfer der Gemeinde haben unverkennbare Spuren hinterlassen. Im Zuge der Dorferneuerung ist die Gemeinde auch in Tewswoos bemüht, solch Wertvolles zu erhalten. Unter den restaurierten Gehöften fallen besonders die Hallenhäuser auf. Das älteste und besterhalten gebliebene Hallenhaus der Griesen Gegend, das auch unter Denkmalschutz steht, können Sie in Laupin bewundern.
Auch der Töpferhof, der sich nördlich von Tewswoos in einer ruhig gelegenen Waldgegend befindet, bietet für jeden Gast ein interessantes Programm. Neben dem Verkauf von Tonwaren, kann die Werkstatt besichtigt und beim Töpfern zugeschaut werden. Des weiteren bietet der Töpferhof monatliche Brotback- und Markttage von April bis November. Bekannt ist der Töpferhof aber auch durch den am 1.Adventswochende hier stattfindenden traditionellen Weihnachtsmarkt, der jährlich mehrere Tausend Besucher anlockt.
In der Ortschaft Tewswoos unterhält die Gemeinde eine Kindertagesstätte.
Mit ca. 140 Einwohnern ist Neu Jabel das kleinste und auch jüngste Dorf der Gemeinde. In den Jahren 1823/24 entstand die Büdnersiedlung in Neu Jabel II auf fast ausschließlich von der Gemarkung Tewswoos abgetrennten Flurteilen. Es liegt wie ein Hufendorf einseitig der Straße von Woosmer nach Alt Jabel. Baulich interessant ist die Anordnung der Häuser in
Neu Jabel I, dem sogenannten Häuslerende. Gebäude und Grundstückszuschnitte fallen dem Betrachter ins Auge. An der Südseite der Straße die Traufständigkeit der Häuser die schiefwinklige Gebietsständigkeit an der Nordseite.
Bis ins Jahr 1421 gehen Nachweise des Ortes Vielank zurück. Die Besonderheit des Dorfes liegt in seiner ursprünglichen Ausgestaltung als Rundlingsdorf mit Blockgewannflur. In der Dorfmitte sind um einen zentralen Platz diese Strukturen noch deutlich erkennbar. Einige der älteren Bauernhäuser, die mit ihrem Giebel zum Dorfplatz stehen, sind noch erhalten. Durch die Neugestaltung des Bauernringes kommt die Form des Rundlingdorfes wieder sehr gut zum Ausdruck.
Mittelpunkt in Vielank ist aber in neuerer Zeit nicht mehr der alte Bauernring, sondern das am Lindenplatz hergerichtete Brauhaus. Dieses zieht nicht nur durch sein eigen gebrautes Vielanker Bier die Gäste an, sondern bietet mit dem großen Saal auch Platz für zahlreiche kulturelle oder auch politische Veranstaltungen. Zum Brauhaus gehört außerdem eine Pension und neu hinzu kommt hier in Kürze noch ein Brauereimuseum.

Alle Vereine der Großgemeinde Vielank bemühen sich um ein reges kulturelles und sportliches Leben. So ist die Kegelbahn in Alt Jabel neben den vielen Freizeitkeglern zur Heimstatt des Sportvereins „Blau Gelb“ geworden. Die Kinder-, Jugend- und Männemannschaften nehmen aktiv am Kegelsport auf Kreis- und Landesebene teil.
Im Schützenverein haben Sportschützen die Gelegenheit ihrem Hobby nachzugehen. Um den Erhalt und die Pflege der plattdeutschen Sprache bemühen sich seit über 20 Jahren die „Vielanker Plattsnacker“ und dies nicht nur mit den stets ausgebuchten Programmen der Abendveranstaltungen, sondern auch mit Unterrichtsstunden an der Grundschule.