Malliß
Kommt der Reisende aus Niedersachsen über die Elbbrücke beginnt hinter dem Ort Heiddorf ein ausgedehntes Waldgebiet und erreicht eine Hügellandschaft, genannt Wanzeberg.
Mitten auf diesem Berg befindet sich die Gemeinde Malliß mit den beiden Ortsteilen Bockup und Conow.
Was ist das schon, eine Gemeinde mit ca. 1.400 Einwohnern? Davon gibt es viele Dörfer.
Das stimmt. Doch Malliß hat etwas, was im Norden Deutschlands seines Gleichen suchen muss. Malliß ist ein Dorf in Mecklenburg-Vorpommern ohne Landwirtschaft. Malliiß ist seit jeher ein Industriedorf.

Der Bergbau hat sein Gesicht und die Geschichte des Ortes geprägt. Bereits 1807 ist urkundlich erwähnt worden, dass die Nonnen des Klosters Eldena aus Salzquellen in Conow ihr Salz gewonnen haben. Dieser Salzbergbau wurde im Laufe der Jahre mit Unterbrechungen ausgebaut. Am Ende des 19.Jahrhunderts wurde ein Schacht mit einer Tiefe von ca. 600 m errichtet, um hier das für die Landwirtschaft so wichtige Kalisalz abzubauen.
Als jedoch die Friedrich-Franz-Zeche eröffnet wurde, um hier im Untertagebergbau Braunkohle abzubauen, hat sich in Malliß ein weiterer Industriezweig entwickelt, der bis 1960 die Region geprägt hat. Informationen hierzufinden Sie auch im Regionalmuseum Kaliß.

Weiterhin ist die Ziegelindustrie in Malliß seit über 150 Jahren zu Hause. Und auf dem ehemaligen Gelände des Kalischachtes ist ein Kinderkostwerk entstanden, das heute von der Firma Nestle geführt wird.
Trotz der Industriekonzentration wurde das gesamte Gebiet des Wanzeberges zum Landschaftsschutzgebiet "Wanzeberg" erklärt. Eine vielfältige Flora und Fauna sowie geologische Besonderheiten laden den Besucher zum längeren Verweilen ein. Für Naturfreunde ist der Campingplatz "Am Wiesengrund" der Familie Sielaff genau das Richtige. Dieser Campingplatz ist auch für Wasserfreunde über die Müritz-Elde-Wasserstraße zu erreichen.